Sudetenbote

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Siedlungsgebiete der Deutschen in Boehmen, Maehren und Sudeten Schlesien

Willkommen zur Internet-Webseite des Sudetenboten. Sie wurde zusätzlich zur von Willi Wanka 1964 in Kanada gegründeten und heute von Hans Mirtes in Frontenhausen herausgegebenen Druckausgabe des Sudetenboten geschaffen, um Informations- und Gedankenaustausch im Sinne der Interessen, Ziele und Aufgaben der 1945-1947 entrechteten, enteigneten und vertriebenen Sudetendeutschen Volksgruppe zu fördern.

 

Der Sudetenbote unterstützt eine Europäische Union, in der alle Menschen, Volksgruppen und Völker gleichberechtigt in Frieden, Freiheit und Wohlstand miteinander leben können, im Sinne der von den Vereinten Nationen verabschiedeten Konventionen über Bürger- und Menschenrechte, einschliesslich des Rechts auf Heimat. Aus diesem Grund verurteilt er die Existenz und Anwendung von Rassengesetzen, wie die in Tschechien und in der Slowakei noch immer geltenden Beneš-Dekrete, die nach dem Zweiten Weltkrieg zur Entrechtung, Enteignung und Vertreibung der Sudetendeutschen führten. Der Sudetenbote fördert den Versuch einer Wiedergutmachung des an den Sudetendeutschen begangenen Unrechts.


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Monday, September 13, 2010

Polens Beitrag zum Krieg
Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rohnhof hat sein Buch "Der Krieg, der viele Väter hatte" in 12 Thesen zusammengefasst und in der Wochenzeitung Junge Freiheit verôffentlicht. Im Folgenden ist These Nr.4, die sich mit Polens Minoritätenproblemen befasst, die jenen in der damaligen Tschechoslowakei ähnelten.
 
Krieg gegen die nationalen MinderheitenMinderheiten


Von Gerd Schultze-Rhonhof


Das neugeschaffene Polen war nach 1919 mit der Angliederung ehemals deutscher, ukrainischer, weissrussischer, litauischer und weiterer Landesteile ein Vielvölkerstaat mit 19 Millionen Polen und 11 Millionen Menschen anderer Muttersprachen geworden, darunter auch zwei Millionen Deutschen.

Polen hatte die Rechte seiner Minoritäten zunächst in dem zum Versailler Vertrag gehörenden Minderheitenschutzvertrag garantieren müssen. Doch die Polen kündigten den Schutzvertrag alsbald und begannen, sich für die früher erduldete Russifizierung und Eindeutschung aus der Zeit der polnischen Teilungen zu rächen. Doch sie gingen mit der Polonisierung derer, die nun Minderheit in ihrem Staate waren, weit über das hinaus, was ihnen selbst zuvor - zumindest unter deutscher und habsburgischer Herrschaft - zugemutet worden war.

Die deutsche Minderheit in Polen nahm bis 1923 auf 1,2 Millionen ab. Als erstes inhaftierte man 16.000 Deutsche als "Staatsfeinde" in zwei Konzentrationslagern im Posener Gebiet. Ab 1922 wurden alle Deutschen ausgewiesen, die nach 1908 ins Land gekommen waren. Man stellte die Deutschen vor die Wahl, sich für Polen zu entscheiden oder für Deutschland zu  "optieren" und dorthin auszuwandern. Die "Optanten", die sich zu Deutschland oder Österreich bekannten, mussten ab 1925 das Land verlassen.

Terrorakte gegen Deutsche

Zudem entliess man die deutschsprachigen Beamten. Etwa die Hälfte der deutschen Schulen und Universitäten mussten schliessen. Der doppelsprachige Unterricht, soweit nach Kriegsende noch erteilt, wurde per Gesetz verboten. Einem grossen Teil der Deutschen, genauso wie der Ukrainer, Weissrussen, Juden und Österreicher wurden ihre Arzt- und Apothekerapprobationen und die Geschäfts- und Verlagslizenzen entzogen. Und ansonsten wurde seitens der polnischen Administration geschäftlich alles boykottiert, was nicht polnisch war.

Erst im November 1937 schlossen Polen und das Deutsche Reich einen neuen, bilateralen Minderheitenschutzvertrag, der die Last der Diskriminierung der Volksdeutschen in Polen für kurze Zeit erleichterte.

Als 1938 erst Österreich und dann die Sudentengebiete mit dem Deutschen Reich vereinigt wurden, stieg die Angst der Polen, Deutschland könnte auch Land und dessen Einwohner aus dem Bestand des früheren Deutschen Reichs zurückverlangen. Das feindliche Klima gegen die deutschsprachige Minderheit nahm wieder scharfe Formen an. Terrorakte gegen Deutsche, die Zerstörung deutscher Geschäfte und die Brandstiftungen an deutschen Bauernhöfen nahmen im Frühjahr 1939 ständig zu. Nach der Rückgliederung des Memellandes an das Reich im März wurde die Lage der Deutschen in Polen gänzlich unerträglich.

Identität der Minderheiten gefährdet

Im Sommer 1939 schwoll die Zahl der Volksdeutschen, die dem entkommen und Polen "illegal" verlassen wollten, ständig an. Bis Mitte August waren über 76.000 Menschen ins Reich geflohen und 18.000 zusätzlich ins Danziger Gebiet. Die Berichte über den Umgang der Polen mit ihrer deutschen Minderheit und die Schilderungen der Geflohenen waren Öl aufs Feuer des deutsch-polnischen Verhältnisses in den letzten Wochen und Tagen vor dem Kriegsausbruch.

Der damalige Staatssekretär Ernst von Weizsacker schrieb dazu in seinen Erinnerungen: ,,Unsere diplomatischen und Konsularberichte zeigten, wie 1939 die Welle immer höher auflief und das ursprüngliche Problem, Danzig und die Passage durch den Korridor überdeckte."

Polen hat von Anfang an die Chance, seine nationalen Minderheiten in ein neues Vaterland zu integrieren, nicht gesucht und, wo sie gegeben war, verspielt. Man machte im neuen Polen nicht einmal den Ansatz des Versuchs, die grossen Minderheiten der Deutschen, Juden, Weissrussen und Ukrainer für das eigene Land zu gewinnen. Statt dessen drehte das Bemühen, die Identität der Minderheiten zu zerstören, Hass und Terror in einer Spirale fast zwei Jahrzehnte lang nach oben.

So war 1939 in Deutschland und in Russland niemand mehr bereit, die Polen als die Opfer der drei früheren Teilungen zu betrachten, denen man historisch etwas schuldete. Man sah in ihnen mittlerweile die Täter gegen Deutsche, Ukrainer und Weissrussen, denen ein schlimmes Schicksal das Los der Minderheit in Polen aufgebürdet hatte.


9:50 am pdt          Comments

Tuesday, September 7, 2010

Die Lage: Stand 1920

“Die Tschecho-Slowaken zwangen das ganze Sudeten-Deutsschtum der böhmischen Randgebiete, Mährens und Österreichisch-Schlesiens unter ihr Joch. Dreieinhalb Millionen Deutsche sind diesen gewalttätigen, gewissenlosen Feinden unseres Volkes ausgeliefert - keine Verwahrung, kein Ruf um Recht wurde von den Siegern erhört; weder der Anschluss an das Deutsche Reich, noch an Deutsch-Österreich wurde ihnen zugestanden. Auch sie mussten unter das Joch und leben als Rechtlose in dem neuen Freistaat der Tschecho-Slowaken, dessen sozialistische Leiter ihnen gegenüber von dem Geiste der Völkereversöhnung nicht nur nichts merken lassen, sondern ihre Führer verfolgen, ihre Presse bedrücken, ihre wirtschaftliche Entwicklung hemmen. Das Unrecht, das die Heuchler des Vielverbandes diesem unglücklichen deutschen Stamm antun, schreit zum Himmel.”

Diese Worte stammen nicht aus der Feder Konrad Henleins, Lord Runcimans oder gar Adolf Hitlers. Anstatt, sie sind zu finden in “Einhart 1914-1919" Seite 292, einem von Heinrich Class 1920 veröffentlichten Sonderdruck in “Einhart, Deutsche Geschichte”, 8. Auflage, Verlag von Theodor Weicher in Leipzig. Somit zog der Autor seine Schlussfolgerungen mehr als 13 Jahre vor Hitlers Machtübernahme und ganz zu Beginn der nationalsozialistischen Bewegung (die NSDAP wurde ebenfalls 1920 gegründet).

Diese Tatsache widerlegt die von vom Zeitgeist besessenen Historikern und Politikern immer wieder aufgestellte Behauptung einer Belastung des deutsch-tschechischen Verhältnisses durch Hitler und den Nationalsozialismus, die den sudetendeutschen Völkermord nach 1945 unumgänglich machte.
11:32 am pdt          Comments


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