Sudetenbote

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Siedlungsgebiete der Deutschen in Boehmen, Maehren und Sudeten Schlesien

Willkommen zur Internet-Webseite des Sudetenboten. Sie wurde zusätzlich zur von Willi Wanka 1964 in Kanada gegründeten und heute von Hans Mirtes in Frontenhausen herausgegebenen Druckausgabe des Sudetenboten geschaffen, um Informations- und Gedankenaustausch im Sinne der Interessen, Ziele und Aufgaben der 1945-1947 entrechteten, enteigneten und vertriebenen Sudetendeutschen Volksgruppe zu fördern.

 

Der Sudetenbote unterstützt eine Europäische Union, in der alle Menschen, Volksgruppen und Völker gleichberechtigt in Frieden, Freiheit und Wohlstand miteinander leben können, im Sinne der von den Vereinten Nationen verabschiedeten Konventionen über Bürger- und Menschenrechte, einschliesslich des Rechts auf Heimat. Aus diesem Grund verurteilt er die Existenz und Anwendung von Rassengesetzen, wie die in Tschechien und in der Slowakei noch immer geltenden Beneš-Dekrete, die nach dem Zweiten Weltkrieg zur Entrechtung, Enteignung und Vertreibung der Sudetendeutschen führten. Der Sudetenbote fördert den Versuch einer Wiedergutmachung des an den Sudetendeutschen begangenen Unrechts.


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Wednesday, March 16, 2011

Ronald Reagan zum Hundertsten

 

Ronald Wilson Reagan, der 40. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, wäre in diesem Jahr hundert Jahre alt geworden. Eine Würdigung seiner Persönlichkeit ist angebracht, weil er sich um Deutschland und die deutschen Vertriebenen verdient gemacht hat.

 

Da ist zunächst sein Beitrag zu Deutschlands Einheit. "Mr. Gorbachev, open this gate, tear down this wall!" hörte man ihn während einer Rede an der Mauer vorm Brandenburger Tor im Jahre 1987 sagen. Noch wichtiger ist, dass er dem Sowjetpräsidenten Gorebatchow die Idee vom Sowjetimperialismus auszureden vermochte. Obwohl seine damalige Strategic Defense Initiative von vielen, auch von mir, angezweifelt wurde, konnte sie Gorbatchow vom Wahnsinn des Wettrüstens überzeugen. Ein Ergebnis davon war die Wiedervereinigung Deutschlands.

 

Auch um die deutschen Vertriebenen hat Präsident Reagan sich verdient gemacht. "Everybody knows what the Germans did, but hardly anyone realizes what was done to the Germans", glaubte ich ihm während einer Rede beim Besuch des Soldatenfriedhofs Kolmenhöhe in Bitburg am 5. Mai 1985 sagen hören. Fünfundzwanzig Jahre hielt dieser Glaube an, bis vor einigen Wochen eine Mitstreiterin um die Wahrheit dieses Zitat dem amerikanischen Intellektuellen und Autor Patrick Joseph Buchanan zuschrieb. Daraufhin startete ich eine Umfrage über den Ursprung des Zitats. Das Ergebnis ist eine gleiche Anzahl Stimmen für Reagan und Buchanan. Die Erklärung dafür lieferte Wilhelm von Gottberg von der Preussischen Allgemeinen Zeitung: "Nach unserer Erkenntnis und den hier vorliegenden Unterlagen hat Herr Patrick Buchanan das Zitat über die Verbrechen von Deutschen und an den Deutschen konzipiert. Präsident Reagan hat dieses Zitat dann auch für seine Reden bezogen auf Deutschland benutzt." Diese Schlussfolgerung halte ich für richtig, weil Pat Buchanan seinerzeit Director of Communication in Reagans White House war. Auf jeden Fall gab es einmal einen US Präsidenten und einen seiner Berater, die sich zu deutschen Opfern bekannten. Kann man so etwas von einem deutschen Bundespräsidenten oder Bundeskanzler(in) und ihren Beratern behaupten?

 

Präsident Reagans Besuch des Militärfriedhofs Kolmenhöhe hat seinerzeit hierzulande eine gewaltige Protestwelle ausgelöst, weil unter den dort beerdigten 2000 Gefallenen sich auch 49 Kämpfer der Waffen-SS befinden. Wortführer der Protestierenden war der Welt berühmtester Auschwitzsüberlebender und grösster Deutschenhasser, Eli Wiesel. Er flehte Reagan an: "Mr President, do not go to Bitburg. You belong to the victims, not the perpetrators", ganz im Sinn des üblichen Klischees, dass Deutsche nur Täter, niemals aber Opfer sein dürfen. Doch Präsident Reagan widerstand dem Druck der Juden Amerikas, einen Akt der Versöhnung zwischen Deutschen und Amerikanern zu verhindern. "I'm not going to cancel anything, no matter how much the bastards scream," sprach er. Er besuchte den deutschen Heldenfriedhof, legte einen Kranz nieder und hielt eine bewegende Rede.

 

Eli Wiesel gehörte 1985 nicht zu den Begleitern des Präsidenten. Auf eine solche Gelegenheit musste er bis 2009 warten, als er Präsident Obama zum Besuch der Gedenkstätte Buchenwald begleiten durfte, wo er 1945 einige Monate eingesessen hatte. Dabei hätte er sich im Januar 1945 die Strapazen des Marsches von Auschwitz nach Buchenwald sparen können. Damals wurde den überlebenden Auschwitzhäftlingen freigestellt, entweder mit ihren deutschen Bewachern gen Westen zu ziehen, oder auf die anrückenden sowjetischen Befreier zu warten. Wiesel zog es vor, seine KZ-Haft um einige Monate zu verlängern.

 

Im Jahre 1994 begann Ronald Reagans Kampf gegen die Alzheimer Krankheit. Damit begann, in seinen eigenen Worten,  "the journey that will lead me into the sunset of my life." Diese Reise endete 2004. Damals verschied er, der "für die Welt und insbesondere für Europa ein Glücksfall war. Wir Deutsche haben Ronald Reagan viel zu verdanken", huldigte ihn Helmut Kohl, Bundeskanzler a.D.

 

 

Rudolf Pueschel

1:50 pm pdt          Comments


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