Sudetenbote

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Siedlungsgebiete der Deutschen in Boehmen, Maehren und Sudeten Schlesien

Willkommen zur Internet-Webseite des Sudetenboten. Sie wurde zusätzlich zur von Willi Wanka 1964 in Kanada gegründeten und heute von Hans Mirtes in Frontenhausen herausgegebenen Druckausgabe des Sudetenboten geschaffen, um Informations- und Gedankenaustausch im Sinne der Interessen, Ziele und Aufgaben der 1945-1947 entrechteten, enteigneten und vertriebenen Sudetendeutschen Volksgruppe zu fördern.

 

Der Sudetenbote unterstützt eine Europäische Union, in der alle Menschen, Volksgruppen und Völker gleichberechtigt in Frieden, Freiheit und Wohlstand miteinander leben können, im Sinne der von den Vereinten Nationen verabschiedeten Konventionen über Bürger- und Menschenrechte, einschliesslich des Rechts auf Heimat. Aus diesem Grund verurteilt er die Existenz und Anwendung von Rassengesetzen, wie die in Tschechien und in der Slowakei noch immer geltenden Beneš-Dekrete, die nach dem Zweiten Weltkrieg zur Entrechtung, Enteignung und Vertreibung der Sudetendeutschen führten. Der Sudetenbote fördert den Versuch einer Wiedergutmachung des an den Sudetendeutschen begangenen Unrechts.


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Sunday, March 17, 2013

Wderliche Anbiederung und totaler Realitätsverlust sudetendeutscher Funktionäre

Eine Pressemitteilung der Deutschen Weltallianz vom 26. Februar 2013 lautet:

Die Deutsche Weltallianz (DWA) sieht in der Münchener Rede des tschechischen Ministerpräsidenten Petr Necas keinen Durchbruch. Vielmehr wurden altbekannte Standpunkte wiederholt und lediglich in schöngefärbte Wortphrasen verpackt. Restitution oder Entschädigung wird es für die vertriebenen Sudetendeutschen nämlich keine geben. Für DWA-Präsident Peter Wassertheurer bleibt damit "das Unrecht weiterhin bestehen".

Das war sie also, die mit so großer Spannung erwartete Rede des tschechischen Premierministers Petr Necas in München. Necas bedauert die Vertreibung von über 3 Millionen Sudetendeutschen und sprach sich für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Bayern aus. Im Originalton des tschechischen Premiers lautete das so:

"Wir bedauern, dass durch die Vertreibung und zwangsweise Aussiedlung der Sudetendeutschen nach Kriegsende aus der ehemaligen Tschechoslowakei, die Enteignung und Ausbürgerung, unzähligen Menschen viel Leid und Unrecht angetan wurde. Die Landschaft hat ihre Geschichte verloren, die Kultur verschwand, die Städte verloren ihren multi-ethnischen Character." Und in dieser Tonart ging es weiter, wenn Necas dann noch meinte: "Unsere gegenseitigen Beziehungen scheinen eine Schicksalsgemeinschaft zu sein, die von Inspiration und Bereicherung, aber auch von Traumata und Vorurteilen geprägt ist."

Solche und ähnliche Sätze frohlockten Ministerpräsident Horst Seehofer ebenso wie den Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) Bernd Posselt. Warum aber die Funktionäre der SL durch die Worte Necas derart in Euphorie versetzt werden konnten, bleibt unverständlich, es sei denn, dieser gekünstelte Jubel war lediglich Ausdruck der politischen Bedeutungslosigkeit von geduldeten Zaungästen, deren Anwesenheit man eben toleriert. Nur brav sein müssen sie, die Sudetendeutschen, dann dürfen sie sogar begeistert mitklatschen.

Ansonsten ist man seitens der SL sehr bescheiden geworden. Alles das, was nämlich von Necas gesagt wurde, ist hinlänglich bekannt und nur ein aufgewärmter Geschichtsvortrag altbekannter Rechtfertigungsmuster und stereotyper Standardphrasen, wie sie auch schon der verstorbene Präsident Vaclav Havel mehrmals von sich gab. Dass es einmal einen gemeinsamen Kulturraum gab, ist nichts Neues, ebenso die Tatsache, dass die sudetendeutschen Dörfer nicht mehr bestehen. Was hat Necas also wirklich Neues vorgetragen? Eigentlich nichts.

Entscheidend ist nämlich viel mehr jene Feststellung, die Necas traf, um trotz der Klatschorgien, der freundlichen Gesichter und verbalen Versöhnungsgesten ja keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, wenn er meinte: "Die Eigentumsverhältnisse vor dem Krieg können nicht wiederhergestellt werden." Mit diesem Satz hat Necas die Katze aus dem Sack gelassen. "Versöhnungsgesten ohne vermögensrechtliche Konsequenzen JA, mehr aber nicht", lautet weiterhin die Devise in Prag. Warum die SL-Führung dazu applaudiert, ist unverständlich und macht eigentlich nur dann Sinn, wenn man selbst die Retitutionsfrage bereits still und heimlich in der Schublade entsorgt hat.

Es gibt also keinen Grund für Posselt davon zu sprechen, dass aus "einem kleinen Schritt (....) ein sehr großer geworden" ist, weil sich weder in der Frage einer Wiedergutmachung oder Restitution, noch beim Thema der von der SL geforderten Aufhebung der Benesch-Dekrete etwas bewegt. In allen wichtigen Fragen, die für die Sudetendeutschen entscheidend sind, herrscht weiterhin Stillstand.

2:26 pm pdt          Comments


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