Sudetenbote

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Siedlungsgebiete der Deutschen in Boehmen, Maehren und Sudeten Schlesien

Willkommen zur Internet-Webseite des Sudetenboten. Sie wurde zusätzlich zur von Willi Wanka 1964 in Kanada gegründeten und heute von Hans Mirtes in Frontenhausen herausgegebenen Druckausgabe des Sudetenboten geschaffen, um Informations- und Gedankenaustausch im Sinne der Interessen, Ziele und Aufgaben der 1945-1947 entrechteten, enteigneten und vertriebenen Sudetendeutschen Volksgruppe zu fördern.

 

Der Sudetenbote unterstützt eine Europäische Union, in der alle Menschen, Volksgruppen und Völker gleichberechtigt in Frieden, Freiheit und Wohlstand miteinander leben können, im Sinne der von den Vereinten Nationen verabschiedeten Konventionen über Bürger- und Menschenrechte, einschliesslich des Rechts auf Heimat. Aus diesem Grund verurteilt er die Existenz und Anwendung von Rassengesetzen, wie die in Tschechien und in der Slowakei noch immer geltenden Beneš-Dekrete, die nach dem Zweiten Weltkrieg zur Entrechtung, Enteignung und Vertreibung der Sudetendeutschen führten. Der Sudetenbote fördert den Versuch einer Wiedergutmachung des an den Sudetendeutschen begangenen Unrechts.


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Saturday, February 28, 2015

Sind Deutsche Untermenschen?

In der Sudetenpost Folge 2 vom 12. Februar 2015 fand ich folgenden Leitartikel von Manfred Maurer:

ES HAT KEINEN Politiker gekratzt. Kein einziger Mucks der Empörung tönte aus dem sich ansonsten gern bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit mit aller Inbrunst echauffierenden politisch-medialen Komplex. Man stelle sich nur vor, was losgewesen wäre, wenn jemand eine nicht-einheimische Gruppe von Menschen pauschal als "Unmenschen", "Tiere" und "Missgeburten" bezeichnet hätte. Gross war die Aufregung, als im November ein niederösterreichischer Abgeordneter in einem Facebook-Eintrag Asyl(be)werber mit Höhlenmenschen gleichgesetzt hätte. Es hagelte Rücktrittsforderungen von allen Seiten. Durchaus zu Recht. Die pauschale Herabwürdigung einer Gruppe sollte in einem Land, das sich den europäischen Grundwerten verpflichtet fühlt, unzulässig sein und daher entsprechend verurteilt werden. Dabei könnte man noch (was aber eingedenk der hinter der Aussage stehenden Intention nicht wirklich sinnvoll ist) darüber diskutieren, ob die Bezeichnung "Höhlenmensch" per se als Beleidigung einzustufen ist, gebietet doch der Respekt vor unseren Urururururur-Ahnen, diese nicht als Untermenschen einzustufen, mit denen verglichen zu werden eine Beleidigung ist. Vielleicht könnten uns diese "Höhlenmenschen" ein paar Dinge über das Leben lehren, die wir im Zuge der der Evolution verlernt haben. Da der Begriff "Höhlenmensch" aber eher negativ konnotiert ist, kann jedem, der einen anderen als solchen bezeichnet, eine böse Absicht unterstellt werde.

BEI BEGRIFFEN wie Unmensch oder Missgeburt steht mindestens ebenso ausser Frage, dass der Verwendung dieser Begriffe in bezug auf andere Menschen keine guten Absichten zugrundeliegen. Und trotzdem hat es in der Tschechischen Republik jahrelang niemanden aufgeregt, dass da ein Buch herausgegeben und dann auch noch für den Unterricht in den Schulen empfohlen wurde, in dem Deutsche im Allgemeinen und Sudetendeutsche im Besonderen als "Unmenschen", "Tiere" und "Missgeburt" bezeichnet werden.

ES HAT KEINEN tschechischen Politiker gekratzt. Es hat keinen tschechischen Jounalisten gekratzt. Und es hat keinen tschechischen Staatsanwalt gekrtzt, als eine Gruppe von Sudetendeutschen Anzeige gegen das Buch "Nemci" erstattet hat. Die Meinungsfreiheit geht vor, befand einer dieser Juristen.

ES WAR SCHON ungewöhnlich,  dass dieses anti(sudeten)deutsche Pamphlet der beiden tschechischen Hassprediger Vacek und Krutina in Tschechien niemanden aufgeregt hat. Es gibt zwar ein Sudetendeutsches Kontaktbüro in Prag, das eine besondere Sensibilität für solche Dinge haben sollte. Aber alles können die natürelich auch nicht sehen. Es gäbe auch eine deutsche oder eine österreichische Botschaft in Prag, der so etwas auffallen könnte. Aber alles will man natürlich auch nicht sehen. Gott sei Dank gibt es ja neuerduings eine bayerische "Botschaft" in Prag. Und wenn den bayerischen "Diplomaten" zu Ohren kommen sollte, dass irgend ein Autor (Sudeten)Deutsche pauschal verunglimpft, dann werden sie in der Bayerischen Staatskanzlei anrufen und dann wird der Horst Seehofer sofort nach Prag fahren und - wieder einmal - die Normalität der wunderbarsten aller Beziehungen abfeiern.

 TJA, SO IST DAS nämlich. Es kratzt keinen Politiker, wenn Sudetendeutsche zu "Unmenschen", "Tieren" und "Missgeburten" erklärt werden. Seit zwei Monaten ist diese Information nämlich nun auch im deutschsprachigen Raum zugänglich. Und wie war die Reaktion der ansonsten so schnell aufgeregten politisch-medialen Szene: Gleich null. Einige Zeitungen berichteten über diesen Skandal, erhielten ein paar empörte Leserbriefe von Vertriebenen, aber ansonsten: Funkstille. Keine(r) regt sich auf. Allen ist es wurscht. Nur ja nicht die Fiktion der immer wunderbarer werdenden Beziehungen mit der Tchechischen Republik stören.

MAG SEIN, dass nur eine Minderheit der Tschechen das Urteil Vaceks und Krutinas teilt und die Causa aher keine Staatsaffäre wert ist. Aber angesichts einer schweigenden Mehrheit (nehmen wir einmal wohlwollend an, dass es eine Mehrheit ist) scheint es  sehr wohl angemessen, ein paar Worte über dieses Pamphlet zu verlieren. Hüben wie drüben wären ein paar Klarstellungen fällig: Hüben, dass man sich so etwas nicht widerspruchlos gefallen lässt, drüben, dass diese Meinung von ein paar Wirrköpfen zu verurteilen und vor allem nicht für den Schulunterricht zu empfehlen ist.

WENN UNSERE POLITIKER diese Klarstellung nicht geben und einfordern, dürfen sie sich nicht wundern, wenn es immer mehr Menschen gibt, die sich neuen Gruppierungen anschliessen, vor denen vor allem die Union in Deutschland Angst hat.

DIESE ANGST hat sie zu recht. Aber die Ursache dieser Angst liesse sich beseitigen. Zum Beispiel, indem man die Vertriebenen und deren Interessen wieder wirklich ernstnimmt und sie nicht als willfähiges Stimmvieh betrachtet, das ab und zu mit ein paar netten Worten über seine Wiederaufbauleistung bedacht (wird), da und dort ein [aber bitte politisch korrektes] Museum einrichten darf, aber ansonsten nicht weiter ernstgenommen zu werden braucht. Manfred Maurer 

Re: Kein Wunder

Leider entspricht das, was den Gehirnen der Hassprediger Vacek und Krutina entsprang, der Geisteshaltung des tschechischen Volkes. Beweise dafür sind: Nicht nur bleiben die Vacek-Krutina-Hassthesen in Tschechien ohne Widerspruch, das tschechische Erziehungsministerium empfiehlt sie sogar für den Schulunterricht; die Mehrheit des tschechischen Volkes emfindet den Völkermord an den Sudetendeutschen 70 Jahre danach noch immer als richtig und gerecht; völkerrechtswidrige Rassengesetze (Beneschdekrete) bleiben “unauflöslicher“ Bestandteil tschechischer Justiz.

Höchst seltsam erscheint die Tatsache, dass sich unter den Deutschen kein Widerspruch gegen ihre kollektive Erniedrigung zu Untermenschen regt. Warum? Weil es dem offiziellen Geschwätz von den „exzellenten“ Beziehungen zwischen Tschechen und Deutschen widersprechen würde und damit politisch falsch wäre. Dieser Umstand beweist den Erfolg der mehr als 7 Jahrzehnte währenden Umerziehung der Deutschen, die während des 2. Weltkriegs im Ausland (USA, Grossbritannnien, Sowjetunion) begann und nach dem Krieg mit deutscher Hilfe (Frankfurter Schule) auf deutschem Boden fortgesetzt wurde. Sie hat aus der Mehrzahl der Deutschen Staatsknechte gemacht; in einem Extremfall schrien durch Dresdens Straßen ziehende Heloten „Deutschland verrecke“ und, bezugnehmend auf die Zerstörung Dresdens durch alliierte Bomber, „Bomber Harris mach’s wieder“. Und ein in der Gosse sitzender Bundestagsvizepräsident klatschte ihnen Beifall.

Rudolf Pueschel, USA-Roseville

2:37 pm pst          Comments


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